Persönliches Coaching
Mit Ihren juristischen Problemen gehen Sie zum Anwalt. Mit den steuerlichen Fragen gehen Sie zum Steuerberater. Und mit Ihren beruflichen Problemen? Nicht immer ist Ihr Umfeld – Verwandte, Freunde, Kollegen – die richtige Adresse. Diese könnten – in bester Absicht – parteiisch oder voreingenommen sein. Empfehlenswert kann ein persönliches Coaching sein – vielleicht kann Ihnen ein Personalberater helfen, Ihren Standort zu bestimmen und sich über Ihre Vorstellungen und über Ihre ideale berufliche Zukunft klar zu werden. Zu diskutierende Fragen sind: Was will ich eigentlich? Wo sehe ich meine ideale Aufgabe? Bin ich in der Vergangenheit gescheitert (Selbstkritik und –erkenntnis sind unumgänglich)? Wenn ja - warum? Was muss ich tun, um mein neues (altes?) Ziel zu erreichen, d.h., welche Bewerbungsstrategie muss ich verfolgen, welche Firmen sollte ich kontaktieren, auf welche Anzeigen kann ich mich mit einer gewissen Erfolgsaussicht bewerben? Möchte ich mich in meinem angestammten Beruf und entsprechend meiner Ausbildung bewerben? Oder gibt es für mich interessante Bereiche, in denen ich vielleicht als sogenannter „Quereinsteiger“ eine Chance habe? Gerade zum Thema Quereinsteiger kann es sehr hilfreich sein, die Firmenkultur des suchenden Unternehmens zu erfahren und herauszufinden, ob man dort dafür offen ist; hier kann der Personalberater mit seiner Erfahrung und seinen Firmen- und Branchenkenntnissen helfen. Weiterhin kann der Berater mit Ihnen zusammen Ihre Bewerbungsunterlagen durchsehen und Ihnen mit kritischen Anmerkungen helfen, eine gute Bewerbung zu formulieren. Scheuen Sie sich daher nicht, auch für die wichtige Frage Ihrer beruflichen Zukunft professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Die Auswertung von Stellenanzeigen
Sie sehen eine interessante Anzeige, Sie wollen sich bewerben. Haben Sie sie kritisch gelesen? Wir machen leider immer wieder die Erfahrung, dass etwa 60% der Zuschriften die in einer Anzeige genannten Muss-Kriterien nicht erfüllen. Hier liegt das Hauptproblem: Wenn in einer Anzeige gewisse Anforderungen gestellt werden (Ausbildung, Führungserfahrung, Branchenkenntnisse, Sprachen usw.), ist dies ernst gemeint! Daher müssen Sie alles lesen – nicht nur beispielsweise die Überschrift „Vertriebsleiter gesucht“. Wenn französische Sprachkenntnisse verlangt werden, müssen Sie diese haben – die Aussage, dass man Grundkenntnisse habe und diese jetzt in der Volkshochschule verbessern wolle, reicht einfach nicht. Oder Mobilität und Umzugsbereitschaft – sind Sie bereit, an den vielleicht abseits gelegenen Dienstsitz umzuziehen? Es wird andere Bewerber geben, die die beschriebenen Voraussetzung erfüllen – damit sind Sie nicht mehr im Rennen und erhalten eine Absage. Diese führt zu Enttäuschung und im Extremfall zu dem Gefühl, dass „es doch keinen Zweck hat“. Also: Kritischer Abgleich zwischen Anforderungen und eigenen Fähigkeiten! Gelegentlich sind allerdings die Vorstellungen des Inserenten nicht ganz klar oder die Übereinstimmung mit eigenen Kenntnissen nicht eindeutig. Scheuen Sie sich nicht, den Inserenten anzurufen. In aller Regel erhalten Sie eine gute Antwort, die Ihnen dabei hilft, zu entscheiden, ob es Sinn macht, eine Bewerbung einzureichen. Und wenn es keinen Sinn macht, ersparen Sie sich Arbeit, Kosten und ein Frustrationserlebnis.
Die Eigenanzeige
Eigeninitiative ist gefragt! Warum schalten Sie nicht ein Stellengesuch in einer Tageszeitung oder Fachzeitschrift? Die Auswahl des richtigen Mediums hängt von einigen Punkten ab: Suchen Sie in einem klar umgrenzten geographischen Raum? Dafür ist die entsprechende Regionalzeitung richtig. Suchen Sie bundesweit oder gar auf internationaler Ebene? Dann können Sie in einer überregionalen Tageszeitung inserieren. Haben Sie einen Branchen- oder Erfahrungsschwerpunkt, für den es eine gute Fachzeitschrift gibt? Dann sind Sie in der entsprechenden Publikation am besten aufgehoben.
Stellen Sie sich in Ihrer Eigenanzeige ehrlich dar! Machen Sie Angaben zu Ihrer Person (Alter, andere persönliche Daten). Nennen Sie Ausbildung und bisherige berufliche Erfahrungen. Bringen Sie zum Ausdruck, was Sie wollen und was Sie nicht wollen. Sagen Sie offen, dass Sie einen Arbeitsplatz in Süddeutschland suchen oder eine Innendiensttätigkeit bevorzugen. Machen Sie klar, ab wann Sie verfügbar sind. Generell gilt: Zu große (vermeintliche) Flexibilität bringt vielleicht mehr Zuschriften, aber nicht unbedingt die Angebote, die Sie haben wollen.
Bedenken sie auch, dass die verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften die Mehrzahl der Stellengesuche an unterschiedlichen Tagen veröffentlichen (z.B. die Badische Zeitung am Samstag, andere am Mittwoch). Es macht keinen Sinn, das einzige Gesuch an einem Tag zu sein, an dem niemand mit Stellengesuchen rechnet. Beachten Sie den Anzeigenschluss, er kann direkt bei der Zeitung oder auch bei Medienagenturen erfragt werden. Als zusätzlichen Service veröffentlichen die meisten Zeitungen und Zeitschriften das Stellengesuch auf ihrer Homepage im Internet. Es kann somit für eine gewisse Zeit dort ebenfalls angesehen werden.
Die Eigenanzeige ist wahrscheinlich preiswerter als Sie denken. Und Sie signalisieren einem potentiellen Arbeitgeber, dass Sie aktiv auf der Suche sind, dass Ihre Absicht, eine neue Stelle zu finden, ernst gemeint ist.
Alfred Speth
Geschäftsführender Gesellschafter
