Wenn nichts hilft - hilft Job-Coaching?
So fragte ein Arbeitssuchender. Nach 60 Bewerbungen und 10 Vorstellungsgesprächen habe er nichts als Absagen. Er ist demotiviert. An den Bewerbungsunterlagen könne es nicht liegen, denn er beherrsche die Standards. Einen brauchbaren Beruf hat er auch. An was liegt es dann?
Die Begründung, dass der Arbeitsmarkt nichts mehr hergibt, scheint naheliegend. Und es ist nachvollziehbar, wenn diese These bei den täglichen Nachrichten mächtig über allem schwebt. Gefühle der Machtlosigkeit sind bei vielen die Folge.
Oft bewirkt das leider auch, den eigenen Handlungsspielraum zu unterschätzen und für sein Bewerbungsprozedere Optimierungsmöglichkeiten auszuschließen. Doch die gibt es immer!
Diese im Alleingang aufzutun jedoch ist schwer. So nahm der anfangs erwähnte Arbeitssuchende ein Job-Coaching wahr. Das bedeutete, seine Lage im Zweiergespräch darzulegen und sie zu hinterfragen, seine Wünsche, Möglichkeiten und Vorgehensweise zu klären und eventuelle Hindernisse zu erkennen. Daraus konnten Lösungen abgeleitet und Aktionspläne erarbeitet werden.
Schon die Tatsache, begleitet zu werden, löste bei dem Arbeitssuchenden neue Motivation, Perspektiven und Aktivsein aus. Er wurde sich klarer über sich und das, was er sucht, und wie und wo er es finden könnte. Und er erkannte Möglichkeiten für eine überzeugendere Präsentation in Vorstellungsgesprächen. Gleichzeitig zum Coaching-Prozess machten seine Bewerbungsunterlagen eine für ihn erstaunliche Entwicklung. Denn schließlich war neben allen Standards auch Individualität erkennbar, also sein Profil in aller Klarheit, authentisch und damit überzeugend.
Fazit: Die Coaching-Praxis zeigt, dass diese Art der Beratung und Begleitung den beruflichen Wiedereinstieg sowie auch die berufliche (Neu-)Orientierung erheblich fördert und das umso mehr, je aktiver der Ratsuchende selbst mitwirkt. Der oben Genannte jedenfalls ist wieder im Job.
Helene Brauns
Coaching & Bewerberberatung
