Globalisierung – Chance für die Zukunft
Wenn es auch bei vielen Menschen „Mode“ geworden ist, abschätzig von der Globalisierung zu sprechen, so ist doch unverkennbar, dass gerade auch die Kritiker, meistens unbewusst, die positiven Seiten der Globalisierung im Alltag nutzen. Globalisierung bezieht sich zunächst immer auf einen Bereich, der sich aus kleinen Anfängen zu einer weltumspannenden Dimension entwickelt. Wer also gegen Globalisierung ist, sollte erst einmal erklären, was er daran negativ findet.
Protestiert er gegen: weltweite Ausdehnung der Kommunikationssysteme? Anwendung neuer Technologien? Verfügbarkeit wichtiger Daten? Präsenz der Medien und ihrer Reporter? Verbreitung von Medikamenten und Therapien? Öffnung von Grenzen und Reisebeschränkungen? Transportmöglichkeiten für Menschen und Güter? Angebot von Produkten? Verbreitung der Demokratie? Durchsetzung der Menschenrechte? Man könnte mit dieser Aufzählung beliebig fortfahren, denn es sind unendlich viele Felder auf denen die Globalisierung durchaus Positives gebracht hat. Gewiss, das muss man feststellen (noch) nicht für alle. Aber in kurzen Abständen werden sich weitere Vorteile auf allen Ebenen ergeben.
Dass die moderne Welt in einem so atemberaubenden Tempo erschlossen wurde, verdankt sie im Wesentlichen drei Faktoren: Die progressive Liberalisierung des Welthandels; der Ausbau der Verkehrsstrukturen; die explosionsartige Entfaltung der Informations- und Kommunikationstechnik. Es ist doch erkennbar, dass durch die Globalisierung das „Zusammenrücken“ der Völker (bis auf wenige, noch) den Meinungsaustausch unter Menschen stark gefördert hat. Aber auch dies dürfte zu den Globalisierungs-Lehren gehören: Da man durch Wettbewerb wettbewerbsfähiger wird, kann es, faire „Spielregeln“ vorausgesetzt, in der Welt nur Gewinner geben. Und dies in allen Bereichen des menschlichen Lebens. Sicher ist es noch „Zukunftsmusik“, dass sich die verschiedensten Strukturen mit der Zeit angleichen müssen. Festzustellen dabei ist, dass gerade Europa hier viel tut. Wenngleich dieser Prozess nicht von heute auf morgen abgeschlossen sein kann.
Es wird die Erfahrung gemacht, dass gerade in den Ländern, in denen eine funktionierende Marktwirtschaft eingeführt wurde, zugleich Demokratie und Menschenrechte mit sich brachte.
Die Welt lebt in starken Veränderungen. Dies betrifft Natur, Politik, Religionen und Gesellschaft. Aber auch in hohem Maße wirtschaftliche Zusammenhänge. Diese Veränderungen können aber auch als positive Herausforderungen betrachtet werden. Wir befinden uns an einem kritischen Punkt der Weltgeschichte. Dieser verlangt von der internationalen Geschäftswelt, aber auch von der Politik, weiter zu denken und sich nicht ausschließlich um die Maximierung der Profite einiger weniger zu kümmern. Einer der höheren Beweggründe für weltumspannende geschäftliche Tätigkeiten liegen darin, alle Menschen auf der Welt miteinander, in gegebener Toleranz, zu verbinden. Es ist notwendig, permanent mit anderen Nationen Kontakt zu schaffen und diese auch zu fundamentieren. Das heißt im Ergebnis nicht nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich verbündet zu sein. Menschliche Verbundenheit schafft immer auch positive energetische Schwingungen. Wenn Globalisierung so verstanden, umgesetzt und gelebt wird, kann sie nur Positives für eine neue Welt sein.
Alfred Speth
Geschäftsführender Gesellschafter
